Mittwoch, 18. April 2018

Im Frühling von Karl Ove Knausgard - Rezension

⭑⭑⭑
Luchterhand Verlag
248 Seiten
Briefroman 
* Vielen herzlichen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. 
1. Band: Im Herbst
2. Band: Im Winter

Die Erzählung geht weiter: Nachdem die dritte Tochter von Karl Ove Knausgard im 2. Teil der Jahreszeitenreihe geboren wurde, ist sie im Frühling bereits drei Monate alt. Knausgard erzählt sehr ausladend von einem Tag in seinem Leben als Familienvater. 


Im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen, finden wir in diesem Buch keine einzelne essayartige Beschreibungen zu verschiedenen Aspekten seines Lebens und zur Jahreszeit, sondern einen einzelnen langen Brief an die Tochter, die von seiner Wahrnehmung von ihr und ihrer Entwicklung erzählt. Aufgeteilt ist das Buch in drei Teile, die jeweils auch wieder wunderschön illustriert sind, diesmal von Anna Bjerger.

Der erste und der dritte Teil erzählen von einem einzelnen Tag mit seiner dritten Tochter im Frühling. Der Mittelteil stellt eine grosse Rückblende dar, die benötigt wird, um die Handlung zu verstehen. 
Schnell wird offensichtlich, dass die Familienidylle durch etwas gestört ist, was im zweiten Teil, rückblickene erläutert wird: Die Mutter und Frau von Knausgard litt an Depressionen, die bis zu einem Suizidversuch führen. Mir ist es wichtig, dies erwähnt zu haben, da ich auf solche Themen leicht reagiere und ich es wirklich nicht erwartet habe. Ich habe mich auf eine schöne, frühlingshafte, aufweckende Essaysammlung gefreut, die mich motiviert und mich in den Frühling geleitet, stattdessen habe ich dieses Familiendrama erhalten. Was nicht prinzipiell schlecht ist, sondern einfach für mich sehr schwierig und überraschend war. 

Die Illustrationen unterscheiden sich wieder stark von den Vorgänger und gefallen mir sehr gut. Sie sind mit kräftigen Farben und starken Pinselstrichen gemalt. Ausserdem bilden sie verschiedene Landschaften und Tiere des Frühlings oder Frühsommers ab! Gefällt mir sehr gut. 

Der Schreibstil von Knausgard hat mir wie immer bisher sehr gut gefallen, er schreibt nüchtern, beschreibt viel von der Landschaft und was er sieht, viele Gedankengänge und versucht seiner Tochter alles möglichst authentisch und klar zu schildern. 

Ich kann euch dieses Buch auf jeden Fall empfehlen, wenn es für euch kein Problem darstellt über Depressionen und Suzid zu lesen, ansonsten empfehle ich euch lieber ein anderes Buch von Knausgard zu lesen. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für deinen Kommentar! Bitte beachte, dass beim Absenden eines Kommentars, dieser und deine personenbezogenen Daten erfasst werden. Weitere Infos dazu findest du in meiner
Datenschutzerklärung und der Datenschutzerklärung von Google