Donnerstag, 2. November 2017

Das Schiff der Träume von Martha Conway - Rezension


Goldmann Verlag
475 Seiten


Handlung: 
May lebt mit ihrer Cousine Comfort. Diese ist Schauspielerin, wunderschön und selbstbewusst. May ist immer dabei, allerdings in deren Schatten und für ihre Kostüme verantwortlich. Als eine Bekannte von ihnen, Mrs. Howard, Comfort ein reizvolles Angebot macht, hat May keinen Platz mehr in diesem Leben. Sie ist auf sich selbst gestellt und findet per Zufall eine Stelle auf der Floating Theatre. Ein kleines Theaterschiff, mit einer sympathischen Crew und einem charmanten Kapitän. 
Dort findet sie sich als Näherin und Pianistin wieder, bis sie erpresst wird und geflohenen Sklaven helfen soll. Gleichzeitig scheint Hugo der Kapitän, ihr Avancen zu machen, die sie verwirren. May, die nie lügen konnte, findet sich in einer ihr unbekannten und schwierigen Situation wieder. 

Meinung
Die Buchgestaltung gefällt mir sehr gut! Das Cover hat schöne Vintageelemente und lässt eine verträumte Geschichte erwarten. 

Das bekommen wir als Leser auch. May ist auf der einen Seite sehr verträumt, allerdings auch realistisch und handelt konkret und bewusst. Sie ist stark, weiss was sie machen muss um sich durchzusetzen und stellt sich auch richtig an. Sie hat auf jeden Fall das Herz am rechten Fleck, weiss was moralisch korrekt ist und hinterfragt alles, was ihr nicht richtig vorkommt. Als sie diesen Sklaven helfen muss, weiss sie im Prinzip, dass es etwas gutes ist, trotzdem fühlt sie sich nicht gut dabei die Crew der Floating Theatre anzulügen und sie in Gefahr zu bringen.

Martha Conways Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, auf jeden Fall fand ich ihn nicht Herausragend, aber sicher, solide und flüssig zu lesen. 

Die Geschichte, die Katastrophe am Anfang und die Entwicklung der Story, wie auch die Entwicklung, die May durchmacht, von der grauen Maus, zur selbstbewussten jungen Frau mit Prinzipien, hat mir im Prinzip sehr gut gefallen und war auch sehr gut gemacht. 
Schnell wird klar, dass sie sich in Hugo verliebt, was ich wirklich total schräg fand, da ich ihn als viel älter empfand und auch viel mehr als einen Onkel für May sah, als für einen Liebhaber, diese Geschichte wurde jedoch sehr kurz gehalten, weshalb es mich nicht völlig gestört hat.

Ich mochte das historische Setting sehr gerne, ich interessiere mich für den amerikanischen Bürgerkrieg und dessen Vorzeit. Eine grosse Thematik des Buches ist die Konfrontation mit Sklaven. May, die kaum etwas von der Welt gesehen hat, bis sie auf der Floating Theatre auch den Süden des Landes kennenlernt ist natürlich schockiert und weiss nicht genau wie sie auf diese neue Situation reagieren soll. Auf der einen Seite möchte sie gerne helfen, weiss auf der anderen Seite aber, dass das sie vor allem im Süden mit schlimmen Strafen rechnen muss. Wie sie sich schlussendlich entscheidet, gegen ihre Prinzipien oder dafür, erfahrt ihr bei der Lektüre. 

Ich mochte die Entwicklung und die Richtung, in die das Buch ging, allerdings empfand ich es als sehr plötzlich und auch sehr erzwungen. Es wäre gar nicht nötig gewesen, ich denke wäre die Geschichte ruhig weitergelaufen, wäre ich am Ende zufriedener gewesen. 

Ich würde das Buch als eher durchschnittlich bewerten. Eine schöne Geschichte mit interessantem historischen Hintergrund aber nicht herausragend und keine Aspekte die mir länger im Gedächtnis bleiben werden.  

Fazit
Eine schöne Geschichte mit tollem historischem Setting, man muss es jedoch nicht zwingend gelesen haben. 

Vielen herzlichen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. 

Kommentare:

  1. Hallo Elodie,
    ich habe das Buch auch neulich gelesen und fand auch das es eine schöne Geschichte war, kein Highlight, aber dennoch hat mich die Zeit in der es spielt recht fasziniert.
    LG Marina
    Marinas Bücherwelt

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    1. Liebe Marina
      Ja da kann ich dir wirklich nur zustimmen!
      LG Elodie

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