Dienstag, 24. Oktober 2017

Origin von Dan Brown - Rezension

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Bastei Lübbe
666 Seiten

Handlung: 
Edmond Kirsch, ein futuristischer Computerwissenschaftler plant die Welt, mit der Bekanntmachung einer bahnbrechenden Entdeckung, zu überwältigen. Leitend sind die Fragen nach dem woher wir kommen und wohin wir Menschen gehen. 
Diese Entdeckung soll dem Zeitalter der Religion ein Ende setzen und der Wissenschaft den Weg für die Zukunft ebenen. Natürlich kommt es zu Kontroversen mit der Kirche und während seiner beeindruckenden Präsentation wird Kirsch erschossen. Robert Langdon, der bekannte Symbolforscher aus Harvard war als enger Freund Kirschs anwesend und musste die Ermordung mit ansehen. Die Kuratorin des Guggenheim Museums in Bilbao, wo die Präsentation stattfand, die gleichzeitig die zukünftige spanische Königin sein wird, steht plötzlich im Mittelpunkt der Medienaufmerksamkeit. Gemeinsam mir Langdon und dem persönlichen Asisstenen Kirschs, einer künstliche Intelligenz, versuchen sie das Geheimnis Kirschs zu finden und dessen letzten Wunsch, seine Präsentation der Welt zugänglich zu machen, zu erfüllen. 

Meinung: 
Wir befinden uns in einem klassischen Dan Brown Roman wieder: Robert Langdon rutscht per Zufall in ein Verbrechen hinein, wird begleitet von einer Frau, die mysteriös und voller Geheimnisse steckt. Er muss bzw. fühlt sich verpflichtet, die Geheimnisse und Codes die es zu knacken gibt, zu lösen und somit die Menschheit vor einer Katastrophe zu bewahren. 

Origin spielt einerseits in Spanien (Barcelona, Bilbao), auf der anderen Seite in Budapest.  Also in Städten, die ich bereits gesehen habe und somit mit Browns Beschreibungen ein klares Bild vor Augen hatte, wie auch von schönen Erinnerungen begleitet gelesen habe. Wie immer schreibt er nahe an der Realität, alle Ortschaften, Vereinigungen und Theorien, die beschrieben werden, existieren wirklich. Durch Browns Bücher lerne ich immer wieder unglaublich viel über Geschichte, Literatur und hauptsächlich Verschwörungstheorien und Geheimbunde. 

Besonders interessant finde ich als Medienwissenschaftlerin der Aspekt der künstlichen Intelligenz, der in meinem Studium eine grosse Rolle spielt und auch im Roman sehr vielfältig beleuchtet wird. Winston, eine KI, der persönliche Assistent von Kirsch übernimmt eine wichtige Rolle und viel Verantwortung. Er lernt und ahmt menschliche Reaktionen und Emotionen nach und hat damit einen starken menschlichen Charakter. Dadurch entwickelt man auch gewissermassen eine Beziehung zu ihm. Ausserdem zeigt es uns, wie weit die Forschung bereits ist, und was eine reale Zukunftsvision sein könnte.

Der Schreibstil Dan Browns gefällt mir sehr gut. Origin lässt sich sehr fliessend lesen und ich konnte das Buch kaum mehr zur Seite legen. Wir erfahren die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, bis sich am Ende das Puzzle zusammensetzt. Dieser Aufbau generiert eine unglaubliche Spannung und liess mich als Leserin alle Charaktere immer wieder hinterfragen. Trotzdem wusste ich, dass die Auflösung mich wieder total überraschen wird, was dann auch eingetroffen ist. 

Fazit: 
Absolute Pflichtlektüre für jeden Dan Brown Fan! Ich finde Origin ist eines der gelungensten seiner Bücher, unter anderem auch wegen der Aktualität der Thematik. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich für Computerwissenschaft und die neuesten Technologien interessiert und auch den "Krieg" zwischen Wissenschaft und Religion verfolgen möchte. 

Hiermit bedanke ich mich beim Bastei Lübbe Verlag, für das kostenlose Rezensionsexemplar!

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