Freitag, 14. April 2017

Das Lied der Freiheit von Ildefonso Falcones - Rezension

Das Lied der Freiheit von Ildefonso Falcones - Rezension

Handlung:
Die junge Sklavin Caridad kommt 1748 unerfahren und freigelassen nach Spanien, wo sie das erste Mal auf sich alleine gestellt ist. Sie hat kein Geld, keine Bekannten und keine Erfahrungen. Glücklicherweise trifft sie in Triana auf Melchor, ein alter Zigeuner, der sie bei seiner Familie unterbringt. Seine Enkelin Milagros, die mit einem wunderschönen Körper und einer tollen Stimme gesegnet ist und Caridad werden beste Freundinnen. Auch mit Melchor verbringt sie viel Zeit. Jedoch werden sie alle bei der Razzia 1749 auseinandergerissen. Ihr Weg führt Caridad wieder mit Melchor zusammen nach Madrid, wo sie jedoch erneut getrennt werden und sie in ein Frauengefängnis kommt. Gleichzeitig wird Milagros mit dem gutaussehenden Pedro Garcias, trotz alter Familienstreitereien, verheiratet und untersteht dem Willen seiner Familie. Als die beiden nach Madrid gehen, und sie als Sängerin und Tänzerin durchstartet, nimmt Pedro das ganze von ihr verdiente Geld, amüsiert sich und prostituiert seine Frau. Nachdem Milagros Tochter von ihr weggenommen wird und sie aus Frust dem Alkohol verfällt, wird sie überraschend aus ihrer misslichen Lage befreit und findet zurück zu Milagros und Melchor. Gemeinsam machen sie sich auf nach Triana, um sich zu rächen...

Meinung:
Ich bin ein grosser Fan von den Buchgestaltungen des Penguin Verlags. Auch das Lied der Freiheit hat mich sehr angesprochen! Anfangs war ich sehr abgeschreckt von den mehr als 700 Seiten des Buches, die Angst verflog jedoch, sobald ich zu lesen begonnen habe. 
Illdefonso Falcones hat einen unglaublich tollen, fliessenden Schreibstil mit dem er der turbulenten Geschichte gerecht wird. Das Thema der Sinti und Roma im 18. Jahrhundert in Spanien, der Razzia von 1749 und der Proteste wurde mir unglaublich nahe gebracht (und kam mir auch dementsprechend nahe). Die Unterdrückung der Frauen war ebenfalls ein zentrales Thema, das von Milagros verkörpert wird, gleichzeitig zettelt ihre Mutter Aufstände an, um sich gegen die Macht der Männer zu wehren. 
Ich liebe historische Romane, die auf tatsächlich geschehenen Ereignissen basieren und mir etwas von der Weltgeschichte näher bringen. Dieses Buch hat das auf jeden Fall geschafft. Es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt. 
Ich habe mit den Protagonisten mitgefiebert, mitgelitten und mitgefühlt.
Wir sehen die Charaktere aus verschiedenen Perspektiven, somit erhielt ich ein grosses Spektrum an Meinungen und Sichtweisen. Die Charaktere waren toll ausgearbeitet und haben sich teilweise enorm entwickelt und verändert, was ich als Leserin nachempfinden konnte.
Falcones hat die Gabe, so zu schreiben, dass die Leserschaft mitgerissen wird und sich nicht von der Geschichte und den Protagonisten lösen kann. 

Fazit:
Auf jeden Fall mein Monatshighlight vom April und Anwärter für ein Jahreshighlight! Eine tolle Geschichte angereichert mit viel Emotionen, inspiriert am Flamenco. Ein fünf Sterne Buch, das ich, jedem der sich für die Geschichte Spaniens oder Historische Romane interessiert, von ganzem Herzen empfehlen kann.

Kommentare:

  1. Wenn dir das Buch so gut gefallen hat, würde ich dir auch "Die Kathedrale des Meeres" von ihm ans Herz legen :)

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    1. Vielen Dank, das werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen :)

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