Dienstag, 14. März 2017

Unorthodox von Deborah Feldman - Rezension

Unorthodox von Deborah Feldman - Rezension

Handlung: 
In ihrem autobiographischen Werk erzählt Deborah Feldman von ihrer Kindheit und Jugend in der Chassidischen Gemeinde. Sie wächst bei ihren Grosseltern und ihrer Tante auf, da sich ihre Eltern abgewandt haben. Ihr werden die strengen Regeln gelehrt nach denen sie zu leben hat. Doch schon als junges Mädchen beginnt sie sich nicht zugehörig zu fühlen und spürt das Verlangen nach weltlicher Literatur. Im Geheimen liest sie, wissend, dass wenn sie erwischt wird, die Konsequenzen schlimm sind. Schlussendlich wird sie verheiratet, lernt viele Dinge im Leben kennen, von welchen sie bisher noch nicht erfahren hat und beschliesst sich, ihr Leben selbst zu gestalten

Meinung: 
Ich ging relativ unwissend in die Lektüre und konnte mir nicht gross vorstellen, was mich erwartet. 
Bereits am Anfang wurde bemerkbar, wie streng die Gesetze in dieser Gemeinde sind, und wie schnell man aus dieser verstossen wird. Bisher habe ich noch nie etwas von Chassidischen Juden gehört, was mir das Buch vermittelt hat; und zwar trotz subjektiver Sicht ein objektives Bild. Als Leser hat man bis zu einem gewissen Grad die Möglichkeit, selbst eine Meinung zu dieser sektenartigen Lebensweise zu bilden. 
Ich war schockiert darüber, wie wenig die Kinder bzw. die Jugendlichen unterrichtet werden, in Bezug auf den eigenen Körper und auch die Sexualität. Ausserdem ist die Unterdrückung der Frauen auch in dieser Form der jüdischen Religion sehr stark. Seit sie jung war, hat Deborah vor der Verstossung Angst, was sich in ihrem jungen Erwachsenenalter zu einer regelrechten Angststörung entwickelt. Deborah Feldman ist auf jeden Fall ein Idol für jede junge Frau (und auch Mann), der sich von einer gewissen Lebensweise abwenden möchte, sich jedoch alleine traut. 
Ich war sehr berührt von diesem Buch und kann es jedem empfehlen, der offen ist für andere Kulturen und Lebensformen. 

Fazit: 
Unorthodox gibt einen detaillierten und tiefen Einblick in das Chassidische Judentum in New York. Einerseits wie das Leben von Gläubigen, jedoch wie auch das von denjenigen, die sich von der Gemeinde abwenden und somit von der Familie verstossen werden. Eine Empfehlung!

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