Freitag, 27. Januar 2017

Nussschale von Ian McEwan - Rezension

Nussschale von Ian McEwan - Rezension (SPOILER)


Handlung:
Eine klassische Liebesgeschichte: Trudy ist schwanger, jedoch mit dem Vater John nicht mehr glücklich. Sie beginnt eine Affäre mit seinem Bruder Claude, mit dem sie die Idee entwickelt, John zu töten, um ihn loszuwerden und sein millionenschweres Haus zu erben. Nach der Ausführung dieses Plans, reagieren die beiden Schuldigen sehr gegensätzlich und versuchen den Mord zu vertuschen, was ihnen jedoch nicht gelingt.
Das Außergewöhnliche an diesem Buch ist, dass die Geschichte aus der Sicht des Fötus erzählt wird. Er hört und fühlt alles mit, und stellt eigene Hypothesen und Überlegungen an.

Meinung:
Auf jeden Fall eine grandiose Idee, eine typische Liebesgeschichte aus einer anderen Perspektive zu erzählen. Als Fötus kann der Protagonist nicht in die Geschichte eingreifen und erzählt bloss davon was er spürt und hört. 
Wie schon nach dem "Zementgarten" bin ich begeistert von McEwan Schreibstil, allerdings konnte mich dieses Buch nicht ganz überzeugen. Der Grundgedanke finde ich super, leider wurde dieser meiner Meinung nach, nur mässig gut umgesetzt. Es wirkt etwas weit hergeholt, die sehr tiefen Gedankengänge des Fötus. Ausserdem hat mich gestört, dass die Geschichte hie und da unterbrochen wird, von sehr intensiven Tagträumen des Fötus, welche die Geschichte nicht vorantreiben, sondern eher stoppen. 
Leider wurden mir auch die Charaktere nicht sympathisch, im Gegenteil und ich konnte mich nicht mit ihnen identifizieren. 
Um ein Fazit zu ziehen: Eine interessante Geschichte aus einer schrägen Perspektive, muss man jedoch nicht gelesen haben. 

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