Mittwoch, 14. Dezember 2016

Das schwarze Buch der Gier von Beile Ratut - Rezension

Das schwarze Buch der Gier von Beile Ratut















Das Buch wurde mir vom Ruhland Verlag zur Verfügung gestellt und hier kommt meine Rezension dazu:

Handlung: 
Die Geschichte handelt von Alba, deren Bruder Samuel an ihrem sechsten Geburtstag spurlos verschwindet. Ihre Eltern verarbeiten ihren Kummer, indem sie den Vorfall ignorieren und Alba nicht die Zutraulichkeit schenken, die sie benötigt hätte, um darüber wegzukommen. 
Alba kann diesen Vorfall nicht vergessen und Alpträume und Paranoia verfolgen sie ihr Leben lang. Sie ist buchstäblich von der Gier und der Grausamkeiten der Menschen besessen und führt ein einsames Leben. Bis sie auf einen Mann trifft, der von ihr geträumt hat und sie mitnimmt zu ihrer alten Tante, die sie seit Samuels Verschwinden nicht gesehen hat. Sie leben zusammen und nachdem Samuel endlich für tot erklärt wurde kann Alba anfangen, wirklich zu leben.

Aufbau: 
Sehr gefallen hat mir die Wortwahl Beile Ratuts; Sie hat das Talent, ähnlich wie Markus Zusak, Situationen und Gefühle in Worte zu fassen und ihnen somit Ausdruck zu verleihen.  
Die Erzählweise der Geschichte springt zwischen drei Perspektiven: Einerseits aus der Sicht der aufwachsenden Alba, der jungen Frau die sie geworden ist und einsam lebt, und schliesslich aus der Perspektive der älteren Dame, die mit einem Mann zusammenlebt und versucht ein "normales" Leben zu führen. 

Meinung: 
Ich kann mich nicht ganz entschliessen, ob mir das Buch gefallen hat oder nicht. Auf jeden Fall war der Schreibstil unfassbar mitreissend und vorantreibend, ohne gross abzuschweifen. Die Geschichte wurde weitergetrieben durch das Motiv des Bruders; der Vorstellung Albas wie er jetzt sein könnte und was er tun würde, bis hin zum Ende, als sie seine Todesanzeige erhält. 
Die Geschichte hat mich sehr erschreckt und etwas verstört, da ich andere Erwartungen hatte. Was mich dazu bewegt, dem Buch nicht fünf von fünf Sternen zu geben ist, dass die Protagonistin mir nicht sympathisch war und für mich oft unklar handelte. 
Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, denn der Wahn in dem Alba steckte, dem Wahn der Grausamkeiten und Verbrechen der Menschheit, dass sie Zeitungsartikel sammelte und Bücher darüber las, hat mich gefesselt. Man realisiert, wenn Menschen mit einem solchen Vorfall nicht abschliessen können, das ganze Leben davon verfolgt werden. Auf jeden Fall eine Empfehlung meinerseits, jedoch nur für LeserInnen mit starken Nerven. 

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